Wenn im April auf den Speisekarten der Restaurants in Windhoek Gerichte wie Trüffel-Potpourri stehen, ist das kein Aprilscherz. Die kostbare Erdpflanze wächst in der Tat nicht nur in Italien oder in Südfrankreich, sondern auch im südlichen Afrika, mitten in Namibia in der Kalahari-Wüste.

Delikatesse in der Wüste

Der Kalahari-Trüffel, in Namibia N’abbas oder Omatumbula genannt, beschreibt etwas, das „von der Erde kommt“. Dieser besondere Trüffel gehört zur Familie der Sackpilze und ist etwa acht Zentimeter unter der Oberfläche der sandigen Wüstenerde zu finden.

Er wächst nicht das ganze Jahr über, sondern nur zwischen März und Mai und nur, wenn es in den Monaten davor viel geregnet hat. So kann es sein, dass in einem Jahr fast keine Trüffel erhältlich sind, während im nächsten Jahr, nach einer guten Regenzeit, riesige Mengen der Delikatesse angeboten werden.

Mit den San durch die Dünen

In Europa nutzen die Menschen Schweine oder Hunde, um Trüffel zu finden. In Namibia braucht man keine tierische Hilfe, da die San, die Ureinwohner der Kalahari, die köstlichen Trüffel durch genaues Hinsehen finden.

Seit Jahrhunderten haben sie die Fähigkeiten entwickelt, die Stellen ausfindig zu machen, an denen Trüffel wachsen. Sie achten auf verschiedene Zeichen wie spezielle Bäume und Sträucher, zum Beispiel Kerzenschoten-Akazien und Hakendornen oder kleine Risse im Boden.

Neben dem Kalahari-Trüffel gibt es noch einen weiteren besonderen Pilz in Namibia, den Omajova. Das ist ein Sonnenschirmpilz, der von Termiten kultiviert wird und daher nur am Fuße riesiger Termitenhügel zu finden ist. Nach starken Regenfällen kann der Sonnenschirmpilz so groß wie ein Suppenteller werden und ein Gewicht von bis zu einem Kilogramm erreichen.

Der namibische Trüffel und der Omajova sind beliebte Zutaten der lokalen Küche. Sie werden zur Zubereitung typischer namibischer Gerichte, wie Suppen und Eintöpfe, verwendet. Auf einer Expedition durch die Namib lohnt es sich, nach den Delikatessen Ausschau zu halten!

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